Die beiden Karten im Überblick

Die I amsterdam City Card wird vom Fremdenverkehrsamt der Stadt verkauft. Sie gilt 24, 48, 72, 96 oder 120 Stunden am Stück und umfasst den Eintritt in mehr als 70 Museen und Attraktionen, die öffentlichen Verkehrsmittel der GVB, eine Grachtenfahrt und einen Fahrradverleih für 24 Stunden. Sie richtet sich an Besucher mit wenig Zeit, die in wenigen Tagen möglichst viel sehen wollen.

Die Museumkaart ist die Museumskarte der Niederlande: Sie bietet ein Jahr lang Zugang zu mehr als 500 Museen im ganzen Land. Verkehrsmittel und Grachtenfahrt sind nicht enthalten, dafür wird sie in nahezu allen Museen Amsterdams akzeptiert, auch im Van Gogh Museum, wo die City Card seit Juni 2022 nicht mehr gilt. Ausländische Besucher kaufen sie in einem teilnehmenden Museum als vorläufige Karte.

Kriterium I amsterdam City Card Museumkaart
Preis Erwachsene 67 € (24 Std.) bis 140 € (120 Std.) 75 €
Preis Kinder gleicher Preis für alle Altersgruppen 39 € bis einschließlich 18 Jahre
Gültigkeit 24 bis 120 Stunden ab Aktivierung 31 Tage und 5 Besuche als vorläufige Karte
Museen mehr als 70 Museen und Attraktionen in Amsterdam und Umgebung mehr als 500 Museen in den Niederlanden
GVB-Verkehrsmittel inklusive (Tram, Bus, Metro, Fähre) nein
Grachtenfahrt und Fahrrad eine Grachtenfahrt, 24 Std. Fahrrad nein
Van Gogh Museum nein ja, mit Reservierung
Anne Frank Haus keine Ermäßigung Ticket für 1 € (Reservierungsgebühr)

Preise im Oktober 2026 auf der offiziellen Ticketseite von I amsterdam und auf der Website der Museumkaart erhoben.

Die I amsterdam City Card im Detail

Eine GVB-Tram vor dem Stedelijk Museum am Museumplein

Preise nach Gültigkeitsdauer

Dauer Preis Preis pro Tag
24 Stunden 67 € 67 €
48 Stunden 94 € 47 €
72 Stunden 115 € 38,33 €
96 Stunden 130 € 32,50 €
120 Stunden 140 € 28 €

Preise im Oktober 2026 auf der offiziellen Ticketseite von I amsterdam erhoben, wo die Karte unabhängig vom Alter zum selben Preis angeboten wird. Je länger die Gültigkeit, desto niedriger der Tagespreis: Die 120-Stunden-Karte kostet pro Tag weniger als die Hälfte der 24-Stunden-Karte.

Was enthalten ist

  • Museen und Attraktionen: das Rijksmuseum, das Stedelijk Museum, das Rembrandthaus, das NEMO Science Museum, der Zoo ARTIS mit Micropia und dem Groote Museum, Grachtenhäuser wie das Museum Van Loon sowie Kirchen und Museen in der Umgebung.
  • GVB-Verkehrsmittel: unbegrenzte Fahrten mit Tram, Bus, Metro und Fähre im städtischen Netz. Der Zug zwischen dem Flughafen Schiphol und dem Zentrum wird von der Bahngesellschaft NS betrieben und ist kein GVB-Angebot.
  • Eine Grachtenfahrt mit einer der Partnerreedereien.
  • Ein Fahrradverleih für 24 Stunden.

So funktioniert die Karte

Die Uhr läuft erst ab der Aktivierung, also ab dem ersten Museumsbesuch oder dem ersten Check-in in den Verkehrsmitteln: Sie können die Karte bis zu ein Jahr im Voraus kaufen. Die Stunden zählen am Stück, nachts eingeschlossen: Eine 48-Stunden-Karte, die an einem Freitag um 15:00 Uhr aktiviert wird, läuft am Sonntag um 15:00 Uhr ab. Starten Sie Ihren ersten Tag also früh.

In den meisten Partnereinrichtungen genügt es, die Karte vorzuzeigen, doch das Rijksmuseum, das Rembrandthaus und das NEMO verlangen ein im Voraus reserviertes Zeitfenster. Im Stedelijk reicht die Karte für die Dauerausstellung; im ARTIS wird sie am Eingang gescannt.

Die Museumkaart im Detail

Die Museumkaart kostet 75 € für Erwachsene und 39 € bis einschließlich 18 Jahre. Sie ermöglicht ein Jahr lang beliebig viele Besuche in mehr als 500 niederländischen Museen und lohnt sich auch dann, wenn Sie Ihre Reise in andere Städte des Landes fortsetzen.

Die vorläufige Karte für ausländische Besucher

Durchreisende kaufen die Karte an der Kasse eines teilnehmenden Museums. Sie erhalten eine vorläufige Karte, gültig 31 Tage für höchstens 5 Besuche. Wer anschließend die Jahreskarte möchte, muss sie innerhalb dieser 31 Tage online registrieren und eine Adresse angeben, an die sie per Post geschickt wird. Für einen Kurzaufenthalt reicht die vorläufige Karte: Merken Sie sich vor allem die Grenze von 5 Museen, die bei der Frage, ob sich die Karte lohnt, ins Gewicht fällt.

Die Zeitfenster zum Reservieren

Die Website der Museumkaart weist darauf hin: Die meisten Museen verlangen keine Reservierung, einige aber schreiben ein Zeitfenster vor. In Amsterdam gilt das für die gefragtesten Häuser. Im Van Gogh Museum werden keine Tickets vor Ort verkauft, und Inhaber der Museumkaart müssen online ein Ticket mit Uhrzeit reservieren. Im Rijksmuseum, im Rembrandthaus und im NEMO reservieren ebenfalls alle Besucher eine Uhrzeit. Das Stedelijk bittet Karteninhaber, ein kostenloses Zeitfenster zu buchen. Unser Ratgeber Tickets in Amsterdam reservieren nennt die Vorlaufzeiten für jedes Haus.

Wo welche Karte gilt

Treppenhaus und Kronleuchter im Museum Van Loon an der Keizersgracht

Die folgende Tabelle zeigt die Eintrittspreise für Erwachsene in den wichtigsten Museen und gibt an, ob die jeweilige Karte dort gilt.

Ort Ticket Erwachsene City Card Museumkaart Zeitfenster reservieren
Rijksmuseum 25 € ja ja ja, für alle
Van Gogh Museum 25 € nein ja ja, für alle
Rembrandthaus 23,50 € ja ja ja, für alle
Stedelijk Museum 22,50 € ja ja empfohlen
NEMO Science Museum 21,50 € ja ja ja, für alle
ARTIS (Zoo) ab 29,50 € online ja nein nein
ARTIS-Micropia oder Groote Museum ab 17 € online ja ja nein
Amsterdam Museum (Amsterdam in Motion) 18 € ja ja ja, für alle
Museum Van Loon 17,50 € ja ja nein
Museum Willet-Holthuysen 15 € ja ja nein
Anne Frank Haus 16,50 € nein 1 € ja, für alle

Preise im Oktober 2026 auf den offiziellen Websites der Museen erhoben. Das Rijksmuseum ist bis einschließlich 18 Jahre kostenlos, das Van Gogh Museum, Amsterdam in Motion und das Haus Willet-Holthuysen für unter 18-Jährige, das Stedelijk für unter 19-Jährige.

Drei Fälle verdienen besondere Aufmerksamkeit. Das Van Gogh Museum akzeptiert die City Card nicht mehr: Mit ihr bezahlen Sie Ihr Ticket extra. Das Anne Frank Haus akzeptiert keinen Touristenpass; mit der Museumkaart zahlen Sie nur die Reservierungsgebühr von 1 €, die Tickets gibt es aber weiterhin ausschließlich online. Und schließlich hat das Amsterdam Museum sein Gebäude an der Kalverstraat für Bauarbeiten geschlossen, die bis 2030 dauern sollen: Es empfängt Besucher in Amsterdam in Motion im Kulturpark Westergas und im Haus Willet-Holthuysen. Verwechseln Sie es nicht mit dem H'ART Museum im Amstelhof an der Amstel.

Welche Karte lohnt sich? Drei typische Aufenthalte

Die folgenden Rechnungen vergleichen für einen Erwachsenen die Kosten der Einzeltickets mit dem Preis der jeweiligen Karte. Sie basieren auf den Erwachsenenpreisen der obigen Tabelle und für die Verkehrsmittel auf den GVB-Karten für 24 Stunden (10 €), 48 Stunden (16 €) oder 72 Stunden (21,50 €).

Zwei Tage, drei große Museen

Programm: Rijksmuseum, Van Gogh Museum und Stedelijk, mit einer GVB-Karte für 48 Stunden.

  • Einzeltickets: 25 + 25 + 22,50 = 72,50 € für Museen, dazu 16 € für Verkehrsmittel, also 88,50 €.
  • City Card 48 Stunden: 94 €, dazu 25 € für das Van Gogh Museum, also 119 €, Grachtenfahrt und Fahrrad inklusive.
  • Museumkaart: 75 €, dazu 16 € für Verkehrsmittel, also 91 €.

Die Einzeltickets liegen knapp vorn. Nehmen Sie das Anne Frank Haus hinzu (16,50 € einzeln, 1 € mit der Museumkaart): Dann kommen Sie mit Einzeltickets auf 105 € gegenüber 92 € mit der Museumkaart, die damit zur besten Wahl wird, wobei vier ihrer fünf Besuche genutzt sind.

Drei Tage Sightseeing im Schnelldurchlauf

Programm: Rijksmuseum, Stedelijk, Rembrandthaus, NEMO, Zoo ARTIS, Amsterdam in Motion und Museum Van Loon, unterwegs mit Tram und Metro.

  • Einzeltickets: 157,50 € für Besichtigungen und 21,50 € für die GVB-Karte 72 Stunden, also 179 €.
  • City Card 72 Stunden: 115 €, Grachtenfahrt und Fahrrad obendrein.
  • Museumkaart: 75 € für die fünf teuersten Museen, dazu das Museum Van Loon (17,50 €), der Zoo ARTIS (29,50 €), den sie nicht abdeckt, und die GVB-Karte (21,50 €), also 143,50 €.

Hier spart die City Card gegenüber Einzeltickets 64 €. Sie rechnet sich nur in diesem Tempo: drei oder vier Besichtigungen pro Tag, dazu die öffentlichen Verkehrsmittel.

Eine Familie mit Kindern

Für ein Kind kostet die City Card genauso viel wie für einen Erwachsenen, obwohl das Rijksmuseum, das Van Gogh Museum, das Stedelijk und Amsterdam in Motion für Minderjährige ohnehin kostenlos sind. Für ein Kind lohnt sie sich daher fast nie. Bezahlen Sie lieber die wenigen Kindertickets einzeln (NEMO, ARTIS, Rembrandthaus) und kaufen Sie die Karte nur für die Erwachsenen. Unsere Ausflugsideen für die Kleinen finden Sie unter Amsterdam mit Kindern.

Unsere Tipps für die Wahl

  • Sie wollen ins Van Gogh Museum und bleiben ohne Hektik länger als zwei Tage: die Museumkaart, die auch das Rijksmuseum und das Stedelijk abdeckt.
  • Sie reihen drei oder vier Besichtigungen pro Tag aneinander und fahren Tram: die City Card, am besten für 72 Stunden oder länger. Das Van Gogh Museum buchen Sie separat.
  • Sie besuchen nur zwei große Museen: Einzeltickets, dazu eine GVB-Karte oder kontaktloses Bezahlen mit der Bankkarte für die Verkehrsmittel. Unser Ratgeber zu den Verkehrsmitteln in Amsterdam vergleicht die Tickets.
  • Sie reisen mit Kindern: keine Karte für die Kinder, die Museumkaart oder Einzeltickets für die Erwachsenen.

Die City Card gibt es auch als Explorer-Version ohne Verkehrsmittel, die 3, 5 oder 7 frei wählbare Aktivitäten aus derselben Liste umfasst: Sie passt, wenn Sie vor allem zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Daneben werden kommerzielle Pässe verkauft, etwa die von Go City; sie beruhen auf einer anderen Liste von Attraktionen, die Sie vor dem Kauf mit Ihrem Programm abgleichen sollten. Unser Vergleich der Touristenpässe für Amsterdam stellt sie der City Card und den Verkehrspässen gegenüber.

Fallen, die Sie vermeiden sollten

  • Die City Card zu spät am Tag aktivieren: Die Stunden laufen ab dem ersten Scan, auch wenn Sie abends nichts mehr besichtigen.
  • Das Van Gogh Museum in die City Card einrechnen: Es ist seit Juni 2022 nicht mehr enthalten.
  • Die Zeitfenster vergessen: Mit einer Karte ist der Eintritt frei, aber nicht garantiert, und zwar im Rijksmuseum, im Van Gogh Museum, im Rembrandthaus, im NEMO und in Amsterdam in Motion. Reservieren Sie, sobald Ihre Reisedaten feststehen.
  • Die 5 Besuche der vorläufigen Museumkaart überschreiten: Nutzen Sie sie für die teuersten Museen und zahlen Sie die kleinen einzeln.
  • Zur falschen Adresse des Amsterdam Museum gehen: weder Kalverstraat noch Amstel 51; gehen Sie zur Westergasfabriek oder zur Herengracht 605.

Weiterlesen

Wenn Sie diese Besichtigungen in ein Gesamtbudget mit Unterkunft und Essen einordnen möchten, lesen Sie unseren Ratgeber zum Reisebudget für Amsterdam. Wenn Sie noch unsicher sind, welche Museen Sie besuchen sollen, hilft unsere Auswahl der besten Museen in Amsterdam bei der Entscheidung, und der Ratgeber zum Museumsviertel plant einen Tag rund um den Museumplein.