Die kurze Antwort

  • 1 bis 2 Tage, Zentrum und Museen: zu Fuß gehen, dazu Tram oder Metrolinie 52. Ein Fahrrad bringt fast nichts und verlangt Aufmerksamkeit im dichten Verkehr.
  • 3 Tage oder mehr, oder wenn Sie sicher radeln: einen Tag ein Fahrrad mieten, etwa für den Vondelpark, den Amsterdamse Bos oder Waterland, und für den Rest die Tram nehmen.
  • Schlechtes Wetter, Nacht, Gepäck, kleine Kinder: die Tram.
  • Wenn Sie noch nie in einer Stadt Rad gefahren sind: beginnen Sie mit Tram und kostenlosen Fähren und fahren Sie Ihre ersten Runden in einem Park.

Geparkte Fahrräder vor einer Amsterdamer Gracht

Die Kosten im Vergleich

Die Tram bezahlt man pro Fahrt mit einer kontaktlosen Bankkarte (OVpay) oder mit einem Tagesticket. Ein Fahrrad mietet man stunden- oder tageweise, mit einer teils verpflichtenden Versicherung. Einzelheiten finden Sie in unseren Ratgebern zu Verkehrsmitteln in Amsterdam und zum Radfahren in Amsterdam.

Möglichkeit Preis Hinweis
Tram, Metro, Bus: GVB 1 Stunde 3,40 € Unbegrenzte Fahrten für 1 Stunde
Tram, Metro, Bus: GVB Dagkaart 10,00 € für 24 Std. Etwa drei Stundentickets
Tram, Metro, Bus: 3 Tage 21,50 € GVB Meerdagenkaart
MacBike-Stadtrad 17,95 € pro Tag Versicherung optional, 4,95 € pro Tag
Black-Bikes-Rad 19,49 € pro Tag Versicherung Pflicht, 6,49 €
MacBike-E-Bike 41,50 € pro Tag Versicherung Pflicht, 8,95 € pro Tag
Zu Fuß und IJ-Fähren Kostenlos Die Fähren sind für Fußgänger und Radfahrer gratis

Für einen einzelnen Tag ist die Tram also günstiger als das Rad: 10 € für die Dagkaart gegenüber etwa 18 bis 26 € für ein Rad mit Versicherung. Über drei Tage ist der Abstand noch größer (21,50 € GVB gegenüber etwa 60 € Radmiete). Das Rad gewinnt nur, wenn es Sie an Orte bringt, die Sie sonst nicht erreicht hätten.

Das Tempo im Vergleich

Das Zentrum von Amsterdam ist klein: vom Hauptbahnhof zum Museumplein sind es etwa 3 km. In diesem Bereich brauchen beide Verkehrsmittel ähnlich lang.

  • Die Tram fährt auf den Hauptachsen direkt (Linie 2 verbindet das Zentrum mit dem Museumplein), hält aber oft, und man muss Wartezeit einplanen.
  • Das Rad kommt überall hin, hängt von keinem Fahrplan ab und lässt Sie das Zentrum ohne Umsteigen durchqueren, aber am Ziel muss man einen Abstellplatz suchen.
  • Die Metro, Linie 52 Noord/Zuid, ist der schnellste Weg zum Rokin, nach De Pijp oder nach Amsterdam-Noord.

Für längere Strecken, nach Süden oder Osten, sind Rad (vor allem E-Bike) und Metro effizienter als die Tram.

Radfahren: was die Tram nicht von Ihnen verlangt

Radfahren in Amsterdam ist kein Spaziergang: Der Verkehr ist dicht, und die Regeln gelten für Touristen wie für Einheimische.

  • Rechts vor links und Pflicht, Abbiegen anzuzeigen.
  • Telefon in der Hand verboten: 170 € Bußgeld.
  • Beleuchtung Pflicht bei Dunkelheit: 75 € Bußgeld ohne Licht.
  • Straßenbahnschienen: in spitzem Winkel überqueren, damit das Rad nicht stecken bleibt.
  • Schlösser: Diebstahl ist häufig, sichern Sie den Rahmen an einem festen Punkt.

Regeln und Bußgelder stehen in unserem Ratgeber zum Radfahren in Amsterdam. Wer das Zentrum lieber meidet, fährt im Vondelpark, wo man gemächlich unterwegs ist.

Wann die Tram gewinnt

Eine GVB-Combino-Tram auf der Linie 2

  • Regen und Wind: Schauer sind in Amsterdam häufig. Unser Ratgeber Was tun in Amsterdam bei Regen nennt Alternativen, die Tram eingeschlossen.
  • Abends und nachts: Nach einem Abendessen mit Alkohol ist Radfahren riskant (Grenze 0,5 g Alkohol pro Liter Blut), und die Strafen sind hoch. Nachtbusse der GVB übernehmen von der Tram.
  • Museumstage: Die Museen im Museumsviertel liegen nah beieinander, und Sie müssen nicht an jeder Station ein Rad sichern.
  • Reisen mit kleinen Kindern oder Gepäck: Die Tram ist einfacher.

Wann das Rad gewinnt

  • Äußere Viertel: Oost, De Pijp, Westerpark oder die Östlichen Inseln lassen sich sehr gut mit dem Rad erkunden.
  • Ausflüge: der Amsterdamse Bos, etwa zwanzig Minuten Fahrt vom Zentrum, oder Waterland hinter dem Bahnhof, erreichbar mit der kostenlosen Fähre (siehe Waterland und seine Dörfer).
  • Lange Aufenthalte: Je länger Sie bleiben, desto mehr lohnt sich ein Rad.
  • Schönes Wetter: Von Mai bis September gehört das Radeln an den Grachten zu den Freuden der Stadt.

Unser Fazit je nach Aufenthalt

Ihr Aufenthalt Am praktischsten
1 Tag Zu Fuß, dazu ein GVB-Ticket für 1 oder 24 Stunden
2 Tage Zu Fuß und Tram; bei schönem Wetter einen halben Tag Rad
3 Tage und mehr Tram für die Museen, einen Tag Rad für Parks und Umgebung
Mit Kindern Tram und Fähren; Rad nur mit geeignetem Sitz und auf ruhigen Radwegen
Bei Regen oder nachts Tram, Metro oder Nachtbus

Preise im Oktober 2026 auf den Websites von GVB, MacBike und Black Bikes geprüft; bitte vor der Buchung noch einmal kontrollieren.

Weiterlesen

Zur Planung Ihrer Wege lesen Sie unseren Ratgeber zu Verkehrsmitteln in Amsterdam und den zum Radfahren in Amsterdam. Für Fallen auf der Straße siehe Fehler, die man in Amsterdam vermeiden sollte.